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Bley, Helmut: Bebel und die Strategie der Kriegsverhütung 1904– 1913

Bley, Helmut: Bebel und die Strategie der Kriegsverhütung 1904– 1913
Preis: 19,80 EUR inkl. gesetzl. MwSt. zzgl. Versand

ISBN.: 9783945447017

Wissenschaftliche Übersetzung aus dem Englischen von Marlis Schleissner-Beer Mit einem Vorwort von Gustav Heinemann Zweite, erw. Auflage mit einem aktuellen Nachwort 299 Seiten, 19,80 €, 29,70 sFr Erscheinen: 3.September 2014

Sofort lieferbar

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Die erweiterte Neuauflage versteht sich als
Gegengewicht zur derzeitigen Diskussion und
Neubewertung zum Ausbruch des Ersten
Weltkriegs. Sie stellt den weitgehend außer
Acht gelassenen Aspekt des Friedenswillens in
der Arbeiterbewegung in den Vordergrund
und analysiert die überraschende Tatsache,
dass der SPD-Vorsitzende August Bebel in den
Jahren 1910-1913 brieflich und in vertraulichen
Gesprächen über die internationale Lage mit
dem ihm befreundeten englischen Generalkonsul
in Zürich wiederholt vor der von
Deutschland ausgehenden Kriegsgefahr
gewarnt hat. Er hielt eine Verständigung mit
Großbritannien für eine Voraussetzung für den
Demokratisierungsprozess in Deutschland. Er
wusste, dass diese Gespräche dem britischen
Foreign Office zugesandt wurden.
Bebels Aktion ordnet sich in die damalige Friedensbewegung
ein, wenn auch auf sehr eigenwillige
Weise. Bei einem von ihm befürchteten
deutschen Sieg würden Sozialdemokratie,
Gewerkschaften und die damaligen demokratischen
Errungenschaften vernichtet werden.
Gleichwohl verlor er als loyaler Abgeordneter
und Realpolitiker die Sicherheitsinteressen
des Deutschen Reiches nicht aus dem Auge.
Er mahnte bis zuletzt zur Verständigung mit
Großbritannien und zur Wahrung der belgischen
Neutralität im Kriegsfalle.
Da gerade in der gegenwärtigen Behandlung
der deutschen Rolle im Ersten Weltkrieg die
Bedeutung des preußischen Militarismus für
den Willen zum Kriege und in seiner Funktion
zur Verteidigung das autoritären Systems
minimalisiert worden ist, richtet sich die breite
Dokumentation auch gegen diese unhistorische
Verharmlosung.

Helmut Bley, Jg. 1935, Prof. em.
für Neuere und afrikanische
Geschichte, 1961-65 Assistent für
Forschungen zum Ersten Weltkrieg
am Historisches Seminar
Hamburg, nach seiner Berufung
an die Universität Hannover mit
Schwerpunkt Forschungen zur Afrikanischen
Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts:
Regionen südliches und östliches Afrika.
GTZ-Projekt 2003-2009 zum Aufbau eines
Archivs zum Antikolonialen Widerstand im
Nationalarchiv Namibia; zahlreiche Veröffentlichungen
u.a. Afrika. Geschichte und Politik.
(1996); Kolonialherrschaft und Sozialstruktur
in Deutsch-Südwestafrika 1894-1914 (1968),
Afrika und Bonn, Versäumnisse und Zwänge
deutscher Afrika-Politik (mit Tetzlaff, 1978).

Rezensionen:

Dietmar Doering in »Außerschulische Bildung. Zeitschrift der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung«, Nr. 2/2016, S. S.64-65:

http://www.offizin-verlag.de/images/dbimages/upload/files/Doering%20Rez..pdf

Werner Röhr rezensiert in Z.Zeitschrift für marxistische Erneuerung, Nr. 102/Juni 2015, S. 173-174 unter dem Titel: Bebels ambivalente Antikriegshaltung:

http://www.offizin-verlag.de/images/dbimages/upload/files/R%C3%B6hr%20in%20Z.pdf

Florian Grams rezensiert den neuen Titel von Helmut Bley: "Bebel und die Strategie der Kriegsverhütung 1904-1913"


mehr: http://www.rosalux.de/news/40904

Heiner Karuscheit: Bebels Strategie der Kriegsverhütung. Positionswechsel der SPD in der Kriegsfrage.

In: »Sozialismus«, Nr. 1/2015, S. 39-35:

http://www.offizin-verlag.de/images/dbimages/upload/files/Sozialismus_Heft_01_2015_Karuscheit%281%29.pdf

Ursula Reuter in:Sehpunkte 2015, Nr. 2:

»Die Widersprüchlichkeit der Haltung Bebels (wie seiner Partei), die "tiefen inneren Konflikte zwischen aktuellen Lageanalysen und politischen Grundpositionen" (38), die Bley detailliert herausarbeitet, offenbarten sein Schwanken zwischen Optimismus und Pessimismus in Bezug auf die Kriegsgefahr und seine Befürchtung, dass die deutsche Arbeiterbewegung im Konfliktfall der Aggressivität des preußisch-deutschen Systems nicht gewachsen sein würde. Eine auch heute noch mit Gewinn zu lesende Studie - es wäre zu wünschen, dass sie zu weiteren, transnational angelegten Untersuchungen über die Formen und Inhalte der politischen Kommunikation sozialistischer Parteien vor dem Ersten Weltkrieg anregt.«

Jürgen Schmidt rezensiert in Archiv für Sozialgeschichte (online) 56, 2016,

http://library.fes.de/pdf-files/afs/81745.pdf

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