Logo
0  Artikel im Warenkorb Warenwert: 0,00 EUR Zur Kasse
Los

Vorschau 2014

Bley, Helmut: Bebel und die Strategie der Kriegsverhütung 1904– 1913

  • Die erweiterte Neuauflage versteht sich als
    Gegengewicht zur derzeitigen Diskussion und
    Neubewertung zum Ausbruch des Ersten
    Weltkriegs. Sie stellt den weitgehend außer
    Acht gelassenen Aspekt des Friedenswillens in
    der Arbeiterbewegung in den Vordergrund
    und analysiert die überraschende Tatsache,
    dass der SPD-Vorsitzende August Bebel in den
    Jahren 1910-1913 brieflich und in vertraulichen
    Gesprächen über die internationale Lage mit
    dem ihm befreundeten englischen Generalkonsul
    in Zürich wiederholt vor der von
    Deutschland ausgehenden Kriegsgefahr
    gewarnt hat. Er hielt eine Verständigung mit
    Großbritannien für eine Voraussetzung für den
    Demokratisierungsprozess in Deutschland. Er
    wusste, dass diese Gespräche dem britischen
    Foreign Office zugesandt wurden.
    Bebels Aktion ordnet sich in die damalige Friedensbewegung
    ein, wenn auch auf sehr eigenwillige
    Weise. Bei einem von ihm befürchteten
    deutschen Sieg würden Sozialdemokratie,
    Gewerkschaften und die damaligen demokratischen
    Errungenschaften vernichtet werden.
    Gleichwohl verlor er als loyaler Abgeordneter
    und Realpolitiker die Sicherheitsinteressen
    des Deutschen Reiches nicht aus dem Auge.
    Er mahnte bis zuletzt zur Verständigung mit
    Großbritannien und zur Wahrung der belgischen
    Neutralität im Kriegsfalle.
    Da gerade in der gegenwärtigen Behandlung
    der deutschen Rolle im Ersten Weltkrieg die
    Bedeutung des preußischen Militarismus für
    den Willen zum Kriege und in seiner Funktion
    zur Verteidigung das autoritären Systems
    minimalisiert worden ist, richtet sich die breite
    Dokumentation auch gegen diese unhistorische
    Verharmlosung.

    Helmut Bley, Jg. 1935, Prof. em.
    für Neuere und afrikanische
    Geschichte, 1961-65 Assistent für
    Forschungen zum Ersten Weltkrieg
    am Historisches Seminar
    Hamburg, nach seiner Berufung
    an die Universität Hannover mit
    Schwerpunkt Forschungen zur Afrikanischen
    Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts:
    Regionen südliches und östliches Afrika.
    GTZ-Projekt 2003-2009 zum Aufbau eines
    Archivs zum Antikolonialen Widerstand im
    Nationalarchiv Namibia; zahlreiche Veröffentlichungen
    u.a. Afrika. Geschichte und Politik.
    (1996); Kolonialherrschaft und Sozialstruktur
    in Deutsch-Südwestafrika 1894-1914 (1968),
    Afrika und Bonn, Versäumnisse und Zwänge
    deutscher Afrika-Politik (mit Tetzlaff, 1978).

    Rezensionen:

    Dietmar Doering in »Außerschulische Bildung. Zeitschrift der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung«, Nr. 2/2016, S. S.64-65:

    http://www.offizin-verlag.de/images/dbimages/upload/files/Doering%20Rez..pdf

    Werner Röhr rezensiert in Z.Zeitschrift für marxistische Erneuerung, Nr. 102/Juni 2015, S. 173-174 unter dem Titel: Bebels ambivalente Antikriegshaltung:

    http://www.offizin-verlag.de/images/dbimages/upload/files/R%C3%B6hr%20in%20Z.pdf

    Florian Grams rezensiert den neuen Titel von Helmut Bley: "Bebel und die Strategie der Kriegsverhütung 1904-1913"


    mehr: http://www.rosalux.de/news/40904

    Heiner Karuscheit: Bebels Strategie der Kriegsverhütung. Positionswechsel der SPD in der Kriegsfrage.

    In: »Sozialismus«, Nr. 1/2015, S. 39-35:

    http://www.offizin-verlag.de/images/dbimages/upload/files/Sozialismus_Heft_01_2015_Karuscheit%281%29.pdf

    Ursula Reuter in:Sehpunkte 2015, Nr. 2:

    »Die Widersprüchlichkeit der Haltung Bebels (wie seiner Partei), die "tiefen inneren Konflikte zwischen aktuellen Lageanalysen und politischen Grundpositionen" (38), die Bley detailliert herausarbeitet, offenbarten sein Schwanken zwischen Optimismus und Pessimismus in Bezug auf die Kriegsgefahr und seine Befürchtung, dass die deutsche Arbeiterbewegung im Konfliktfall der Aggressivität des preußisch-deutschen Systems nicht gewachsen sein würde. Eine auch heute noch mit Gewinn zu lesende Studie - es wäre zu wünschen, dass sie zu weiteren, transnational angelegten Untersuchungen über die Formen und Inhalte der politischen Kommunikation sozialistischer Parteien vor dem Ersten Weltkrieg anregt.«

    Jürgen Schmidt rezensiert in Archiv für Sozialgeschichte (online) 56, 2016,

    http://library.fes.de/pdf-files/afs/81745.pdf

Newsletter

Top