Logo
Es wurden keine Produkte gefunden.
Produktvorschläge:
Close
 
 
Warenkorb

0  Artikel im Warenkorb

Warenwert: 0,00 EUR

Warenkorb einsehen

Johanna Haarer / Gertrud Haarer: Die deutsche Mutter und ihr letztes Kind - Die Autobiografien der erfolgreichsten NS-Erziehungsexpertin und ihrer jüngsten Tochter

Johanna Haarer / Gertrud Haarer: Die deutsche Mutter und ihr letztes Kind - Die Autobiografien der erfolgreichsten NS-Erziehungsexpertin und ihrer jüngsten Tochter
Preis: 29,80 EUR inkl. gesetzl. MwSt. zzgl. Versand

ISBN.: 9783930345953

417 Seiten, Gebunden. März 2012.

Sofort lieferbar

Menge:

Herausgegeben und eingeleitet von Rose Ahlheim.


»Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind«, so hieß Haarers seit 1934 in Massenauflagen verbreiteter Ratgeber, der noch lange in die Nachkriegszeit hineinwirkte. Verpackt in Ratschlägezur »richtigen« Babypflege wurde hier unerfahrenen Müttern ein Erziehungsstil nahegebracht,der sich nahtlos in die NS-Ideologie einfügte. Haarers Kinderbuch »Mutter, erzähl’von Adolf Hitler!« und ihre Tätigkeit als »Sachbearbeiterinfür Rassenpolitische Fragen« lassen erkennen, wie tief sie sich auf die NS-Ideologie eingelassen hatte. Im ersten Teil erscheinen ihre in hohem Alter verfassten Lebenserinnerungen bis 1933 und der Internierungszeit. Sie zeigen die Unbelehrbarkeit einer Frau, die ihre Verfehlungen verdrängt und den Anschein von »Normalität« erweckt. Andererseits begegnet uns ein starkes junges Mädchen, das sich seinen Weg erkämpft. Welche Dynamik ließ diesen Lebensweg einmünden in die Massenbewegung der überzeugten Nationalsozialisten? Zwischen Gertrud, dem fünften und letzten Kind, und ihrer Mutter hat nie ein wirklicher Dialog stattgefunden.

Im zweiten Teil versucht die Tochter in ihrer Autobiografie den Dialog mit der »inneren« Mutter aufzunehmen, beschreibt den langen, leidvollen Weg ihrer Suche: Wer war sie, diese Mutter? Kann sie identisch sein mit jener Frau, die derart drakonische Erziehungsmethoden vertrat? Von einer Art »Denkverbot« in ihren früheren Jahren kämpft sie sich durch zu einer intensiven inneren Auseinandersetzung mit dem mörderischen Charakter des Nationalsozialismus.

Die Einleitung liefert eine kritische zeitgeschichtliche Einordnung der NS-Ideologin sowie der schwierigen Tochter-Mutter-Beziehung und analysiert den mit Trauer beladenen Prozess der Entidealisierung der Mutter, der den Weg emotional freimacht für neue Bewertungen.

Dr. Johanna Haarer, 1900–1987, Lungenfachärztin, ab 1933 schriftstellerisch tätig mit zahlreichen Publikationen im Sinne der NS-Ideologie; 1945–46 mit Unterbrechung in US-Internierung; dann wieder als Lungenärztin bei Gesundheitsämtern tätig; erneut rege schriftstellerische Tätigkeit.


Gertrud Haarer, geb. 1942, letzte und jüngste Tochter der insgesamt 5 Geschwister, Buchhändlerin und Altenpflegerin; sie pflegte ihre Mutter bis zu deren Tod; lebt heute in Italien.

Rose Ahlheim, Dr. phil., geb. 1943, Analytische Kinder- und Jugendlichen- Psychotherapeutin, langjährige Tätigkeit als Dozentin und Supervisorin am Institut für analytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie in Frankfurt/Main, lebt und arbeitet in Berlin.

REZENSIONEN:

Kinderanalyse 22(1) 2014 (1,5 MB)

Zeitschrift "Kinder- und Jugendarzt", 44. Jg. Nr. 9 (2013), S. 509. (0,3 MB)

Analytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie, Ffm., Heft 2/2013, S. 306-310 (0,3 MB)

Dr. med. Mabuse. Zeitschrift für alle Gesundheitsberufe, Nr. 202 (März/April) 2013, S: 62. (JPG 1,5 MB)

Tribüne. Zeitschrift zum Verständnis des Judentums, 51. Jg. Nr. 204, Frankfurt/M. 2012, S. 203.

Zeitschrift für Geschichtswissenschaft, 60. Jg. Nr. 10 (2012), S.871-873. (PDF. 2,7MB)

Zeit 31.05.2012

pfv. Fachverband für Kindheit und Bildung. Rundbrief I/2012, Berlin 2012.