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Unser Autor Dr. Jørgen Kieler gestorben


Unser Autor, der Arzt und Widerstandskämpfer Dr. Jørgen Kieler starb am 19. Februar 2017 im Alter von 97 Jahren in Kopenhagen



Sein Leben hat er dem Kampf geweiht: Erst als Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, dann als Forscher gegen den Krebs.



Als die deutschen Truppen Anfang 1943 Dänemark besetzten, unterbracht er sein Medizinstudium in Kopenhagen, schloß er sich dem Widerstand an, was sein weiteres Leben bestimmen sollte. Zunächst arbeitete er in der Redaktion des Widerstandsblattes „Frit Danmark“, dann organisierte er mit Studienfreunden die Rettung dänischer Juden nach Schweden. Schließlich schloß er sich der Sabotagegruppe „Holger Danske“ an, in der er einer der wichtigsten Akteure der Sprengung von Zulieferfabriken für die deutsche Wehrmacht war. Im Februar 1944 wurde er bei einer gescheiterten Sabotageaktion in Aabenraa verhaftet und schließlich zum Tode verurteilt.



Die Todesurteile gegen ihn uns seinen Bruder Flemming wurden umgewandelt in Zwangsarbeit im KZ Porta Westfalica, wo sie extremen Mißhandlungen und mörderischem Hunger ausgesetzt waren. Fast die Hälfte der KZ-Insassen starb innerhalb eines halben Jahres. Im letzten Augenblick wurde er durch das Schwedische und Dänische Rote Kreuz gerettet.



Nach dem Krieg beendete er sein Medizinstudium, forschte als einer der ersten über das Hungerödem und verfasste zahlreiche medizinische Arbeiten über die Spätfolgen der KZ-Haft.



Bis zu seinem Ruhestand 1989 arbeitete er als medizinischer Direktor des Fibiger Krebs Instituts in Kopenhagen.



Sein Buch „Dänischer Widerstand gegen den Nationalsozialismus“ im Offizin Verlag ist das Zeugnis eines der bedeutendsten dänischen Widerstandskämpfer – hier verknüpft er seine persönliche Geschichte mit zahlreichen historischen Kommentaren und gibt uns damit einen Überblick über die gesamte Geschichte des dänischen Widerstands. Vor allem ist dies die einfühlende Geschichte eines Mannes, der sich konsequent widersetzte, seine Humanität durch die Nazis korrumpieren zu lassen.