Offizin Verlag bei der Leipziger Buchmesse 2012: Unser Programm
Auch in diesem Jahr ist der Offizin Verlag auf der Leipziger Buchmesse vertreten. Besuchen Sie uns in Halle 5 Stand E300, Sie sind herzlich eingeladen, die Neuerscheinungen und unser gesamtes lieferbares Programm kennenzulernen. Besonders möchten wir auf unsere Veranstaltungen in „Leipzig liest“ und auf der „Bühne“ aufmerksam machen:15.03.2012
12.30-13.00 Uhr
Lesung und Gespräch
Prof. Dr. Klaus Ahlheim: Sarrazin und der Extremismus der Mitte
Moderation Prof. Dr. Michael Buckmiller
Veranstalter: Offizin Verlag
Ort: Sachbuchforum Halle 5, Stand B210
Thilo Sarrazin hat fremdenfeindlichen Vorurteilen und tief sitzenden Ressentiments eine »seriöse« Stimme gegeben und das dumpfe Vorurteil für Monate zur
politischen Nachricht gemacht. Sarrazin ist der neue Held einer verunsicherten Mitte. Doch der Nadelstreifen-Extremist Sarrazin ist nicht das eigentliche Problem.
Das Problem ist ein weit verbreiteter Ethnozentrismus in der Mitte der Gesellschaft, eine neue Lust, auf Deutschland stolz zu sein, verbunden oft mit der Ablehnung des Fremden und Anderen.
Von der Causa Sarrazin, von den empirischen Befunden zu neuem Nationalstolz, zu Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus in der Mitte der Gesellschaft und nicht
zuletzt von den Chancen und Grenzen pädagogischer Interventionen handelt dieses Buch.
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15.03.2012
14.30-15.00 Uhr
Lesung und Gespräch
Dr. Rose Ahlheim
Die deutsche Mutter und ihr letztes Kind.
Die Autobigrafien der NS-Erziehungsexpertin Johanna Haarer und ihrer letzten Tochter Gertrud
Moderation: Prof. Dr. Michael Buckmiller
Veranstalter: Offizin Verlag Hannover
Ort: Sachbuchforum Halle 3, Stand E307
J. Haarers Bestseller »Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind« (1934), gefolgt von ihrem Kinderbuch »Mutter, erzähl' von Adolf Hitler!« sowie ihre Tätigkeit als »Sachbearbeiterin für Rassenpolitische Fragen« lassen erkennen, wie tief sie sich auf die NS-Ideologie eingelassen hatte.Die im hohem Alter verfassten Erinnerungen bis 1933 und der Internierungszeit zeigen die Unbelehrbarkeit einer Frau, die ihre Verfehlungen verdrängt und den Anschein von »Normalität« erweckt. Andererseits begegnet uns ein starkes junges Mädchen, das sich seinen Weg erkämpft. Welche Dynamik ließ diesen Lebensweg einmünden in die Massenbewegung der überzeugten Nationalsozialisten? Ihre jüngste Tochter Gertrud beschreibt den langen, leidvollen Weg ihrer Suche: Wer war sie, diese Mutter? Kann sie identisch sein mit jener Frau, die derart drakonische Erziehungsmethoden vertrat? Von einer Art »Denkverbot« in ihren früheren Jahren kämpft sie sich durch zu einer intensiven inneren Auseinandersetzung mit dem mörderischen Charakter des Nationalsozialismus. Die Einleitung liefert eine kritische zeitgeschichtliche Einordnung der NS-Ideologin sowie der schwierigen Tochter-Mutter-Beziehung und analysiert den mit Trauer beladenen Prozess der Entidealisierung der Mutter, der den Weg emotional freimacht für neue Bewertungen.
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15.03.2012
16:00 - 16:30 Uhr
Mitwirkende: Klaus Ahlheim
Titel: Utopie denken - Realität verändern
Veranstalter: Offizin Verlag Hannover
Ort: Die Bühne, Halle 5, Stand C404
Seit Jahren wird das wichtige Feld der politischen Erwachsenenbildung, insbesondere der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit vom wissenschaftlichen und bildungspolitischen Diskurs ignoriert, zum Schaden von Theorie und Praxis der Erwachsenenbildung. In ihrer geschichtlichen Tradition und Intention ist gewerkschaftliche Bildungsarbeit jedoch der »natürliche« Ort einer politischen Erwachsenenbildung, die den Gedanken der Gesellschaftskritik, der Emanzipation und der sozialen Gerechtigkeit nicht aufgibt. Sie sieht die gesellschaftlichen Verhältnisse, wie sie sind, nicht als das gute Ende der Geschichte. Das könnte für die gesamte Erwachsenenbildung nützlich sein.
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LINKE Projekte stellen sich auf der Leipziger Buchmesse 2012 mit zahlreichen Veranstaltungen auf der gemeinsamen Leseinsel in Halle 5, Stand C 404 vor.
