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Kathrin Braun (Hrsg.), »Life« is a battlefield. Aspekte der Bio-Macht

Kathrin Braun (Hrsg.), »Life« is a battlefield. Aspekte der Bio-Macht

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Die Entwicklung der Gen- und Fortpflanzungtechnologien, die Diskussion um die »Sterbehilfe«, die Nutzung von Menschen mit Gehirnschaden als Organressource und andere Entwicklungen im Bereich der Medizin haben dazu geführt, daß dem Konzept der Bio-Macht von MIchel Foucault zunehmend Beachtung zukommt.

Die Beiträge dieses Bandes Untersuchen aus verschiedenen Perspektiven den Begriff und/oder die gegenwärtigen Erscheinungsformen der Bio-Macht.

Inhalt

Kathrin Braun: Einleitung

Hendrik Plewka: Foucault und Folter

Isabella Jordan: Kontinuität oder Bruch. Von der Vernichtung »lebensunwerten Lebens« zur »Neuen Euthanasie«-Diskussion

Svea Luise Hermann: »Bioethics Education«: Bioethik und Normalisierung

Volker Macke: Organ-Bedürfnisse, von Sicherheit und Zeit. Das Werden des Transplantationsgesetzes im Spiegel des Diskurses

Helen Kohlen: Hospizbewegung. Alternative Praxis der Sterbebegleitung und Gegenkurs zur »Euthanasiedebatte«

Silke Merzhäuser: Jenseits des Rechts auf Selbstbestimmung? Zur feministischen Theoriediskussion um weibliche reproduktive Freiheit um Kontext der pränatalen Diagnostik

 

Die Herausgeberin Kathrin Braun, geb. 1960, Professorin für Politische Wissenschaft, lehrt und forscht derzeit am Zentrum für Interdisziplinäre Risiko- und Innovationsstudien (ZIRIUS) und am Institut für Sozialwissenschaften der Universität Stuttgart.

Rezension:

»Die gemeinsame These aller Beiträge lässt sich wie folgt zusammenfassen: Mit der sich steigernden Zugriffs-Fähigkeit biomedizinischer Technologie verbindet sich eine unmerkliche Disziplinierung und Selektion zugunsten einer gesellschaftlichen Nutzung (Verwertung) menschlichen Lebens. Beispielhaft durchgeführt an den Feldern der Pränataldiagnostik, der Organtransplantation und Hirntoddiagnostik, der Euthanasie von Frühgeborenen und Schwerstkranken ssowie neuer biotechnischer Erziehungskonzepte im schulischen Kontext, wird herausgearbeitet, wie der Traum einer behinderungs- und leidfreien menschlichen Natur und Gesellschaft sowohl biotechnologisch als auch gleichzeitig - und das ist das Entscheidende - im Zugriff auf Diskurse der einzelnen Subjekte strategisch angenähert wird. Erreichbar wird dies durch eine biologisisierte Normalisierung des Bewußtseins in einem gesellschaftlichen ›Diskurs‹, der die Notwendigkeit der Verwaltung und nützlichen REgulierung des Körpers in die Seelen der Individuuen implantiert und sie so auf den rationalen, wissenschftlich-objektiven Umgang mit dem Körper vorbereitet.‹...Insgesamt handelt es sich bei dem Aufsatzband um ein vielfältiges, lebendiges, flüssig lesbares, in seiner Analyse notwendiges Werk.« Rainer Wettreck in Medizin. 2002-

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