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Karl Korsch

Korsch, Karl - Krise des Marxismus (Gesamtausgabe - Band 5)

  • Hrsg. und eingeleitet von Michael Buckmiller

    Nach dem Scheitern der linken Opposition zieht sich Korsch zwar aus der offiziellen Politik zurück, behält aber in der Endphase der Weimarer Republik - wie in diesem Band dokumentiert - engen Kontakt zu zahlreichen oppositionellen Gruppen und engagiert sich für Verfolgte des Stalinismus.

    Seine theoretischen Arbeiten führen die 1923 in "Marxismus und Philosophie" begonnene historische Spezifizierung des Verhältnisses zwischen Marxismus und Klassenkampf unter den veränderten Bedingungen des zerfallenden demokratischen Staates einerseits und der existierenden und drohenden stalinistischen und faschistischen Terrorregimes weiter. Korsch spricht nicht nur über Krisenerscheinungen im, sondern über eine "Krise des Marxismus". Aus der Analyse der geschichtlichen Bedeutung der Marxorthodoxie als theoretischer Ausdruck reformistischer Praxis der Sozialdemokratie und der bolschewistischen Variante des Kautskyanismus im "Marxismus-Leninismus" des staatskapitalistischen Rußlands formuliert Korsch die theoretische Aufgabe einer Weiterentwicklung und Kritik des Marxismus. Von großer Bedeutung ist seine wissenschaftliche Kooperation mit der Berliner Sektion des Wiener Kreises, der "Gesellschaft für empirische Philosophie."

    In Privatnachlässen in England, Japan und den USA konnten neue Texte oder abweichende Fassungen von Texten aufgefunden werden, die hier zum ersten Mal publiziert werden, wie z.B. aus seinem Studienzirkel "Kritischer Marxismus" in Berlin, an dem auch sein späterer Freund Bert Brecht teilnahm, oder deutsche Originalfassungen von Aufsätzen, die später in englischer Sprache erschienen sind. Sie alle beziehen sich auf eine kritische Reflexion der Funktion der Marxschen Theorie in der Periode des Niedergangs und der katastrophalen Niederlage der Arbeiterbewegung im Faschismus und Stalinismus. Sie weisen zugleich auf Fragestellungen hin, die zu einem neuen Selbstverständnis der kritischen materialistischen Theorie angesichts des endgültigen Zusammenbruchs der stalinistischen Regimes führen können.

    Aus dem Inhalt: über H. Roland-Holst, H. De Man, A. Labriola, R. Luxemburg, Lenin, L. Trotzki, K. Kautsky, E. Bernstein, I. Steinberg - Blutiger Mai in Berlin - Die Stellung des Proletariats zur Wehrfrage - Revolutionäre Kommune - Die spanische Revolution - Geschichte der marxistischen Ideologie in Rußland - Hegel und die Revolution - Der Empirismus in der Hegelschen Philosophie - Zum faschistischen Staatsbegriff - Dialektische Methode im Kapital - Dialektik des Alltags - 15 Jahre Oktoberrevolution - Zur Marxschen Krisentheorie - Zur Marxistischen Rechtstheorie - Faschismus und Arbeiterbewegung - Zum faschistischen Arbeitsrecht - Warum ich Marxist bin - Rezensinen aus dem "Grünberg-Archiv" und der "Zeitschrift für Sozialforschung".

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